Arthroseforum · 05. November 2026 — Jetzt anmelden →

KinderORTHopädie

Die Kinderorthopädie befasst sich mit angeborenen und erworbenen Erkrankungen sowie Fehlstellungen des Bewegungsapparates bei Kindern und Jugendlichen.
Da sich Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen während des Wachstums kontinuierlich verändern, unterscheiden sich die Diagnostik und Behandlung deutlich von der Erwachsenenorthopädie.

In der Orthopädie St. Gallen werden Kinder und Jugendliche vom Säuglingsalter bis zum Abschluss des Wachstums fachärztlich untersucht, behandelt und begleitet. Dabei werden die individuelle Entwicklung, das Alter und das noch vorhandene Wachstumspotenzial berücksichtigt.
Ziel ist es, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen, Beschwerden zu lindern und die natürliche Entwicklung des Bewegungsapparates bestmöglich zu unterstützen.

Unsere Leistungen im Bereich Kinderorthopädie

Hüftdysplasie

Bei einer Hüftdysplasie ist die Hüftgelenkspfanne nicht ausreichend ausgebildet, sodass der Hüftkopf nicht optimal im Gelenk geführt wird. Wird diese Fehlentwicklung frühzeitig, idealerweise gleich nach der Geburt oder in den ersten Wochen danach, erkannt, kann sie in vielen Fällen mit konservativen Massnahmen (z.B. Tübinger Schiene) und regelmässigen Ultraschallkontrollen erfolgreich behandelt werden. Zusammen mit einer kinderorthopädischen Partnerpraxis in St. Gallen erfolgen eine altersgerechte Diagnostik sowie die individuelle Planung der notwendigen Behandlung und Verlaufskontrollen.

Fussfehlstellungen können bereits bei der Geburt bestehen oder sich im Verlauf des Wachstums entwickeln. Dazu gehören beispielsweise der Klumpfuss, der Sichelfuss, der Knick-Senkfuss oder der Hohlfuss. Nicht jede sichtbare Abweichung muss behandelt werden. Entscheidend sind das Alter des Kindes, die Ausprägung der Fehlstellung sowie mögliche Beschwerden oder Einschränkungen. Nach einer sorgfältigen Untersuchung wird eine individuell geeignete Therapie festgelegt.

Ein Knick-Senkfuss oder Plattfuss ist bei jüngeren Kindern häufig Teil der normalen Entwicklung. In vielen Fällen richtet sich das Fussgewölbe während des Wachstums von selbst auf. Treten jedoch Schmerzen, eine zunehmende Fehlstellung oder Einschränkungen beim Gehen und Sport auf, ist eine fachärztliche Untersuchung sinnvoll. Je nach Befund können Physiotherapie, Einlagen oder weitere Behandlungsmassnahmen eingesetzt werden. In seltenen Fällen können operative Massnahmen wie die Wachstumslenkung (Arthrorise) erforderlich werden oder die operative Behandlung von Knochenbrücken am Rückfuss (sogenannte Coalitiones).

Der Klumpfuss ist eine angeborene komplexe Fehlstellung des Fusses, bei der mehrere Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen betroffen sind. Eine frühzeitige und konsequente Behandlung mit seriellen Gipsen ist entscheidend, damit sich ein möglichst beweglicher und belastbarer Fuss entwickeln kann. Die Gips-Therapie wird zusammen mit einer Partnerpraxis individuell geplant und während des Wachstums regelmässig kontrolliert.

Die Beinachsen verändern sich während des natürlichen Wachstums. Leichte O-Beine bei Kleinkindern und vorübergehende X-Beine im Vorschulalter sind häufig normal. Deutliche, einseitige oder über das übliche Alter hinaus bestehende Fehlstellungen können jedoch eine genauere Abklärung erfordern. Durch eine klinische Untersuchung und gegebenenfalls eine bildgebende Diagnostik wird beurteilt, ob eine Behandlung  (z.B. operative Wachstumslenkung) notwendig ist.

Geringfügige Unterschiede in der Beinlänge kommen bei vielen Menschen vor und verursachen meist keine Beschwerden. Grössere oder zunehmende Beinlängendifferenzen können jedoch das Gangbild, die Körperhaltung und die Belastung der Gelenke beeinflussen. In der Kinderorthopädie wird die Differenz genau vermessen und unter Berücksichtigung des verbleibenden Wachstums beurteilt. Daraus ergibt sich eine individuelle Behandlungsplanung.

Ein auffälliges Gangbild kann unterschiedliche Ursachen haben. Dazu gehören beispielsweise ein Einwärts- oder Auswärtsgang, Zehenspitzengang, Hinken oder eine eingeschränkte Beweglichkeit einzelner Gelenke. Viele Veränderungen sind entwicklungsbedingt und bilden sich im Laufe des Wachstums zurück. Bei anhaltenden oder zunehmenden Auffälligkeiten erfolgt eine gezielte Untersuchung des gesamten Bewegungsapparates.

Viele Kinder gehen während der frühen Laufentwicklung zeitweise auf den Zehenspitzen. Bleibt dieses Gangbild über einen längeren Zeitraum bestehen, tritt es nur auf einer Seite auf oder ist die Beweglichkeit des Sprunggelenks eingeschränkt, sollte eine kinderorthopädische Abklärung erfolgen. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und kann unter anderem Physiotherapie, Dehnübungen, Schienen oder weitere Massnahmen umfassen.

Neben der Hüftdysplasie können während des Wachstums weitere Erkrankungen des Hüftgelenks auftreten. Dazu zählen unter anderem der Morbus Perthes und die Epiphysiolysis capitis femoris. Typische Beschwerden können Schmerzen in der Hüfte, im Oberschenkel oder im Knie sowie ein auffälliges Gangbild sein. Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig, um die weitere Entwicklung des Hüftgelenks positiv zu beeinflussen.

Beim Morbus Perthes kommt es zu einer vorübergehenden Durchblutungsstörung des Hüftkopfes. Die Erkrankung tritt vor allem im Kindesalter auf und kann zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Hinken führen. Der Verlauf ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Die Behandlung und die notwendigen Kontrollen werden deshalb individuell an das Alter, das Erkrankungsstadium und die Beweglichkeit des Hüftgelenks angepasst.

Die Epiphysiolysis capitis femoris ist eine Erkrankung des Hüftgelenks, die vor allem bei Jugendlichen während des Wachstumsschubs auftritt. Dabei verschiebt sich der Hüftkopf im Bereich der Wachstumsfuge. Beschwerden können sich als Hüft-, Oberschenkel- oder Knieschmerzen sowie durch ein verändertes Gangbild zeigen. Da eine rasche Diagnose und Behandlung wichtig sind, sollten entsprechende Symptome zeitnah abgeklärt werden.

Fehlhaltungen und Veränderungen der Wirbelsäule können sich während des Wachstums entwickeln oder verstärken. Dazu gehören unter anderem die Skoliose, eine verstärkte Rundrückenbildung oder andere Haltungsauffälligkeiten. Die Beurteilung erfolgt unter Berücksichtigung des Alters, des Wachstums und des Ausmasses der Veränderung. Je nach Befund können regelmässige Kontrollen, Physiotherapie, Korsettbehandlungen oder operative Massnahmen notwendig sein.

Bei einer Skoliose ist die Wirbelsäule seitlich verkrümmt und gleichzeitig verdreht. Leichte Formen verursachen häufig keine Beschwerden und werden zunächst kontrolliert. Bei einer zunehmenden Krümmung können Physiotherapie oder eine Korsettversorgung erforderlich sein. Entscheidend für die Behandlung sind das Ausmass der Skoliose und das noch verbleibende Wachstum des Kindes oder Jugendlichen.

Knieschmerzen können durch Wachstum, sportliche Belastung, Fehlstellungen, Instabilitäten oder Verletzungen entstehen. Insbesondere bei sportlich aktiven Kindern und Jugendlichen kommen Überlastungsbeschwerden häufig vor. Durch eine sorgfältige Untersuchung wird die Ursache der Beschwerden bestimmt und eine passende konservative oder operative Behandlung geplant.

Kinder und Jugendliche sind im Sport besonderen Belastungen ausgesetzt, da sich ihr Bewegungsapparat noch im Wachstum befindet. Neben akuten Verletzungen können wiederholte Belastungen zu Beschwerden an Knochen, Sehnen, Muskeln und Wachstumsfugen führen. Ziel der Behandlung ist eine sichere Heilung sowie die schrittweise Rückkehr in Schule, Alltag und Sport.

Spezialtechniken

Wachstumslenkung

Während des Wachstums können bestimmte Fehlstellungen durch gezielte kleinere Eingriffe korrigiert werden. Bei der sogenannten Wachstumslenkung wird das verbleibende Wachstum genutzt, um beispielsweise Knick-Senkfüsse und leichte Plattfüsse, X- oder O-Beine schrittweise zu begradigen. Voraussetzung dafür ist, dass noch ausreichend Wachstumspotenzial vorhanden ist. Deshalb sind eine frühzeitige Diagnose und eine genaue Planung besonders wichtig.

Während des Wachstums können bestimmte Fehlstellungen durch gezielte kleinere Eingriffe korrigiert werden. Bei der sogenannten Wachstumslenkung wird das verbleibende Wachstum genutzt, um beispielsweise Knick-Senkfüsse und leichte Plattfüsse, X- oder O-Beine schrittweise zu begradigen. Voraussetzung dafür ist, dass noch ausreichend Wachstumspotenzial vorhanden ist. Deshalb sind eine frühzeitige Diagnose und eine genaue Planung besonders wichtig.

Kinder befinden sich in unterschiedlichen Entwicklungs- und Wachstumsphasen. Deshalb wird jede Behandlung individuell auf das Alter, die Beschwerden, die körperliche Entwicklung und das verbleibende Wachstum abgestimmt. Wo immer möglich, kommen konservative Behandlungen wie Physiotherapie, Einlagen, Orthesen oder Verlaufskontrollen zum Einsatz.

Viele kinderorthopädische Erkrankungen und Fehlstellungen können ohne Operation behandelt werden. Zu den konservativen Möglichkeiten gehören Physiotherapie, gezielte Übungen, Gipsbehandlungen, Schienen, Orthesen und Einlagen. Die Behandlung wird regelmässig überprüft und an die Entwicklung des Kindes angepasst.

Ist eine Operation notwendig, werden möglichst schonende und altersgerechte Verfahren eingesetzt. Ziel ist es, Fehlstellungen zu korrigieren, die Funktion zu verbessern und gleichzeitig Wachstumszonen sowie gesundes Gewebe bestmöglich zu schützen. Die Nachbehandlung wird individuell geplant und eng begleitet.

Kinderorthopädische Erkrankungen können sich mit dem Wachstum verändern. Deshalb sind bei bestimmten Diagnosen regelmässige Verlaufskontrollen erforderlich. In der Orthopädie St. Gallen werden Kinder und Jugendliche über die notwendigen Entwicklungsphasen hinweg begleitet, damit Veränderungen frühzeitig erkannt und Behandlungen rechtzeitig angepasst werden können.

Ihre behandelnden ärzte

Dr. med.

Olaf Büttner

Anmeldung

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Aron Huber

Dipl. Physiotherapeut

Standortleitung Orthophysio Herisau

Titel:
Dipl. Physiotherapeut (2015 Bad Waldsee)

Fort- und Weiterbildungen:

Sport- und Gymnastiklehrer
Funktionelle Manuelle Therapie
Manuelle Lymphdrainage
Medical Taping Concept
Staatlich anerkannten Trainer C Leistungssport Tennis

Berufliche Tätigkeiten:
Orthophysio seit 2019
Physio im Zentrum Wittenbach 2015 – 2019

Sprache:
Deutsch, Englisch

Standort:
Herisau / St. Gallen

EMail: physio@ortho-sg.ch

+41 71 228 88 99

Montag bis Freitag

08:00 – 12:00 / 14:00 – 17:00