Hüftschmerzen bedeuten nicht immer gleich eine Arthrose. Häufig kann auch eine Bursitis (Schleimbeutelentzündung) für die Schmerzen verantwortlich sein.

Eine Bursitis ist eine Entzündung eines Schleimbeutels, der als natürliches Gleitlager zwischen Knochen, Sehnen, Muskeln und Haut dient. Besonders häufig betroffen sind Schulter, Ellenbogen, Hüfte, Knie oder Ferse. Auslöser sind meist wiederholte Überlastungen, Druckbelastungen, Verletzungen oder seltener bakterielle Infektionen sowie entzündlich-rheumatische Erkrankungen.
Typische Beschwerden sind lokal begrenzte Schmerzen, Schwellungen, Druckempfindlichkeit und eine eingeschränkte Beweglichkeit des betroffenen Gelenks. Die Beschwerden verstärken sich häufig bei Belastung oder bestimmten Bewegungen. Bei einer bakteriellen Entzündung können zusätzlich Rötung, Überwärmung und Fieber auftreten.
In den meisten Fällen lässt sich eine Bursitis erfolgreich konservativ behandeln. Wichtig sind die Entlastung der betroffenen Region, Kühlung sowie entzündungshemmende Medikamente. Ergänzend können Physiotherapie oder gezielte Übungen dazu beitragen, die Beweglichkeit wiederherzustellen und erneuten Beschwerden vorzubeugen. In ausgewählten Fällen können Infiltrationen oder eine Punktion des Schleimbeutels sinnvoll sein.
Wenn die Beschwerden trotz konservativer Behandlung bestehen bleiben, wiederholt auftreten oder eine chronische Schleimbeutelentzündung vorliegt, kann eine operative Entfernung des entzündeten Schleimbeutels erforderlich werden. Welche Behandlung im Einzelfall sinnvoll ist, richtet sich nach Ursache, Lokalisation und Ausprägung der Entzündung.
Eine frühzeitige ärztliche Abklärung ermöglicht eine gezielte Behandlung und trägt dazu bei, Schmerzen zu lindern sowie die normale Funktion des betroffenen Gelenks rasch wiederherzustellen.
Herzlichst
Ihr Dr. med. Peter Mewe
